KUW 8. Klass-Tag

Unknown (002) (Foto: Lea Dürig)
Weltacker Attiswil
2000m2 – soviel Ackerland würde jedem Menschen zur Verfügung stehen, wenn alle Ackerflächen dieser Welt gerecht unter allen Erdenbewohner:innen aufgeteilt würde. Gar nicht so viel Land, wie wir am KUW-Ausflug an den Weltacker in Attiswil gesehen haben. Und doch sollte dieses Land ausreichen, um gut und ausgeglichen zu leben. So haben wir gelernt, wie die Klimabilanz verschiedener Gemüse, Früchte und von Fleisch ist. Wir haben die winzig kleinen Samen der Hanfpflanze bestaunt, genauso wie die grösseren Bohnensamen, welche ganz unterschiedliche Formen und Farben haben konnten. Und vieles mehr.
Was hat das mit der Kirche bzw. Gott zu tun? Ganz viel! Denn gleich zu Beginn der Bibel lesen wir, wie Gott die Welt erschaffen hat und den Menschen dabei den Auftrag gegeben hat, über die Schöpfung zu «herrschen». Und ich bin fest davon überzeugt, dass damit keine diktatorische Herrschaftsform gemeint ist, sondern eine Herrschaft, in der dafür geschaut wird, dass es allen Lebewesen und -formen gut gehen kann und diese nebeneinander existieren können und nicht auf Kosten von anderen leiden oder gar aussterben müssen. Der Weltacker hat mich erneut daran erinnert, dass ich hier in der Schweiz weit über meinen eigenen Ressourcen lebe und somit ebenfalls Teil des Problems bin. Und es hat mich motiviert, wieder vermehrt darauf zu achten, woher mein Essen und meine Kleider kommen und zu versuchen, möglichst wenig in die «Äcker» anderer gehen zu müssen…

Pfrn. Lea Dürig